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[ARM UND REICH] „Wer hat Angst vor Walter Wolf?“ Episode 2

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Denkt sich Josefs Nachbarin, die diesen TUNICHTGUT schon IMMER für verdächtig hielt. Denn wenn man kein deutscher Christ mit ordentlichem Unionsblut ist, KANN man im Prinzip nur Drogendealer sein. Er und sein Cousin schmieden allerdings bereits einen sinisteren Plan, der den finanziellen Engpass seiner Familie für das erste beseitigen soll. Also warten sie an Josefs Raststätte so lange, bis ein garstiger und zorniger alter Rentner auftaucht, der sich selbst für FÜNF CENT TRINKGELD zu schade ist. Schließlich sollen



WAS DU NICHT SAGST. Beseelt von Wut und strategischem Kalkül folgen die beiden Herren dem ruppigen Rentner so unauffällig wie möglich über die Bundesstraße zu dessen Landsitz. Klammheimlich warten die beiden düsteren Gestalten im Dickicht, bis der verbitterte alte Mann endlich ins Bett geht. Nun endlich verschaffen sie sich Zutritt zum Anwesen des geizigen Geiers und packen seine Münzsammlungen, Briefmarkenalben und den atemberaubend hässlichen Familienschmuck in ihren ökologisch unbedenklichen Jutesack.

Ach. Du. Grüne. Neune. Josef und der Cousin haben nicht mit der konservativ-spirituellen Intuition des Senioren gerechnet. Mit der Jagdflinte im Anschlag versucht er, auf seinem altengerechten Smartphone (und beinahe sympathisch unbeholfen) die Polizei zu alarmieren. Aus Versehen öffnet er jedoch irgendein bescheuertes Spiel, das sein adipöser Enkel darauf installiert hat. Die beiden Eindringlinge nutzen also die Gunst der Stunde und überwältigen den technisch überforderten Waldschrat, bevor dieser ein zünftig Dutzend Patronen auf die Angreifer abfeuern kann.


Doch heilige Heide-Marie, was nun? Die beiden Herren fliehen mit der C-Klasse des lamentierenden Alten. Knapp hinter Frankfurt (Oder) angekommen, verkaufen sie das Prachtstück für exakt so viele Moneten, dass es für die jeweiligen Schulausflüge von Josefs Kindern GRADE SO reicht. Dumm nur, dass der grimmige Alte einen Teil seines Vermögens in Haussicherheit investiert hat. Schwupp-diwupp steht die Kripo vor der Tür und kassiert den armen Irren ein. Doch dem gierigen Greis genügt die Tatsache nicht, dass der Mann durch SEIN Kreuzchen auf dem Wahlzettel zu dieser Tat gezwungen wurde. Im Gegenteil! Einer ANSTÄNDIGE Partei muss her, die dem zynischen Zuwanderer mal „SO RICHTIG ZEIGT, WO DER HAMMER HÄNGT“.


Und das auch völlig zu Recht. Denn der mürrische Methusalem ist jetzt DIREKTKANDIDAT des Landkreises „Hinterpfeuteufel-Vongesternfels II“. Und für welche Partei? GLASKLAR, für die


Nun steckt Josef hinter schwedischen Gardinen, steckt sich grantig eine WALTER WOLF an und plant seinen finsteren Rachefeldzug. Doch was führt er im Schilde? Kommt es zu direkter, drakonischer Vergeltung? Wird es subtil? WIR WERDEN ES SEHEN. Doch zunächst: Sie haben da was am Ärmel. Ich glaube, es ist

!!! TAUBENKOT !!! (zum Teil fremdfinanziert, von UNSEREN STTEUERGELDERN)

[ARM UND REICH] „Wer hat Angst vor Walter Wolf?“ Episode 1

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Josef ist 41 Jahre alt, stammt aus dem Kaukasus und ist studierter Schiffbauingenieur. Seine akademische Ausbildung und seine stark ausgeprägten Tugenden wie Fleiß, Disziplin und Anstand sollten ihm eine rosige Zukunft garantieren, die ihm selbst, seiner Frau und seinen Kindern ein kleines Haus mit Garten sichern kann. Darüber hinaus ist er ein Mann ohne Vorurteile und kennt keinen Hass. Dummerweise ist er Jude. Noch schwieriger ist die Tatsache, dass seine Frau aus Zentralafrika stammt. Diese doch recht explosive Mischung ist jenseits der Oder nicht ALL ZU beliebt.


Ja, IN DER TAT klingt das gut! Josef erweckt den Eindruck, eine brillante Bereicherung für den deutschen Arbeitsmarkt zu sein, da er im Gegensatz zu vielen Bürgern der BRD noch tatsächlich ARBEITEN will, um Brötchen für zuhause zu verdienen. Also entschließt sich die kleine Familie, in DEUTSCHLAND ein neues Leben zu beginnen, frei von Vorverurteilung und mit all den genialen Vorzügen, die das Land biete. Milch und Honig rinnen gemächlich von den Berggipfeln, die Wolken sind aus Porzellan. Man hört erquickendes Kinderlachen, die Sonne scheint, alle sind glücklich. Hach, dieses Deutschland. Es muss von den Göttern selbst entworfen worden sein!

Denn als Josef und seine Verwandten in der BRD eintreffen, werden sie zunächst gegengechekt.  „Mal sehen ob DER kriminell ist. SOLCHE TAUGENICHTSE sollte man immer doppelt überprüfen.“ Kein Thema, Josef weiß, dass man auf Nummer sicher gehen muss. Schließlich soll nichts und Niemand das Schlaraffenland ausbeuten dürfen. Blöd erscheint nur die Tatsache, dass er weder ARBEITEN DARF noch irgendwelche Abschlüsse anerkannt bekommt. Zaghaft fragt er, was denn das Problem sei. Er wird an den Vorgesetzten des Bürgerbeamten verwiesen. Doch als er die Tür öffnet erblickt er ein GRAUSIG TIER. Dort sitzt eine dreiköpfige Schlange auf einem goldenen Thron. Sie trägt ein kleines Schild am Revere, dessen Aufschrift sich folgendermaßen liest: „HYDRA DER BÜROKRATIE“.


GENAUUUUU! Die sind nämlich ALLE KRIMINELL WIE DIE SAU. Vor allem die Akademiker unter ihnen. Also muss sich Josef mit einer Tätigkeit als Toilettenwart an einer Raststätte begnügen. Seine Kinder fragen sich nun, ob sich der Unsinn mit dem studieren wirklich lohnt. Schließlich müssen Studenten ja offensichtlich später Klos reinigen. So ziehen die Jahre ins Land, der Himmel wird grauer. Unser Josef ist nach wie vor bemüht, seinen Kindern einzubläuen, dass Bildung der Schlüssel zu einem guten Leben ist. Leider bekommt er keine Gelegenheit, ihnen das auch in der Praxis zu beweisen, da er auf die Almosen der Pinkler und Kacker angewiesen ist, die sich an der Autobahn erleichtern. Immerhin bekommt er stolze 6,50€ die Stunde. Das reicht ja wohl vollkommen aus, um sich ein Mittelklasseleben in einem Ballungsgebiet zu leisten. Oder etwa doch nicht?

Josef bekommt eines Abends Besuch von seinem Cousin, der sein Geld auf eine alternative Art und Weise verdient. Im Gepäck hat er zehn Stangen WALTER WOLF, die attraktive Schmuggelzigarette aus Kroatien. Obwohl er ziemlich hin- und hergerissen ist, hört er sich geduldig den vielversprechenden Vorschlag seines Verwandten an. Er weiß es noch nicht, aber er steht bereits KNIEHOCH in

!!! TAUBENKOT !!! (kostenloser Hinweis: Wir sind noch nicht fertig!)

[LOBBYISMUS] Wie funktioniert ein Labersack?

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Immer zahlreicher füllen motivierte Jungstudenten die Wartesemester der deutschen Universitäten, um ihr Traumstudium aufzunehmen. Mit einem NUMERUS CLAUSUS von bestenfalls 0,5 sind die sogenannten LABERSACKWISSENSCHAFTEN im Moment der absolute Renner. Selbstverständlich kann man seine Chancen steigern, wenn man bereits zur Schulzeit eine freiwillige AG besucht hat, die sich mit Labersäcken auseinandersetzt und sie auch im Lichte der gegenwärtigen geostrategischen Entwicklungen berücksichtigt, statt nur oberflächlich an den Nähten des Sackes zu kratzen.


Haarsträubend? NEIN. Allerhöchstens EXTREM INTERESSANT für weltgewandte junge Menschen, die es den dummen Pöblern des Proletariats „später mal so richtig zeigen wollen.“ Warum man also LABERSACKWISSSENSCHAFTEN nicht schon IMMER studieren konnte, ist mir ein wirkliches Rätsel. Schließlich werden schleimige Lobbyisten ja überall händeringend gesucht. Welcher tagträumende Student lechzt nicht danach, eines Tages seinen eigenen Wikipedia-Artikel zu bekommen, so wie der Begründer des Labersacktumes, Ludwig Lustmolch, Graf von Lobbymühlental, von dem dieses wirtschaftlich interessante und durchaus humanistische Zitat stammt:

Natürlich ist es schwierig, sich all die wichtigen Regeln zu merken, die man später dann beachten muss, wenn man im TRENCHCOAT in den dunkleren Gängen des Bundestages herumstreunt. Nervige alte Angewohnheiten wie „Empathie“, „Altruismus“ oder gar „Mitleid“ müssen schnellstens aus dem Weg geräumt werden, wenn man in der Bundesliga der labernden Jutesäcke an der Tabellenspitze mitkicken will. Die Überbringer GUTER NACHRICHTEN wurden ja historisch glasklar belegt IMMER sehr lieb gehabt. Nicht anders funktioniert das bei ranzigen Lobbyisten:

„Herr Abgeordneter, alle 200 Arbeitnehmer des mittelständischen Betriebes sind wie befohlen vernichtet oder wegrationalisiert worden. Die ARBEITSPLÄTZE konnten aber GOTT SEI DANK gerettet werden. Darf ich Ihnen nun empfehlen, das stumpfsinnige Umweltschutzgesetz zu kippen?“

„Wir konnten die Einzelhandelskette endlich davon überzeugen, die ZÄUNE, die die weggeworfenen Lebensmittel SICHERN, mit Strom zu verstärken. Die ersten wertlosen Schnorrer wurden bereits gegrillt. Darf ich Ihnen nun empfehlen, die Schüler NICHT in kleinere Klassen zu verfrachten?“

„Frau Abgeordnete, in diesem einen, komischen Ungu-Bungu-Land stand noch ein Sack Reis herum. Ich habe ihn direkt umgeworfen, um die Märkte nicht zu verunsichern. Darf ich Ihnen nun empfehlen, folgende dreißig Kreditinstitute zu RETTEN?“


Aber JA! Die arbeiten quasi ALLEINE schon härter als jeder FAULE BÜRGER, der sich zu schade dafür ist, seinen Nettolohn DIREKT an die große Koalition zu überweisen. Aber wie FUNKTIONIERT so ein Labersack eigentlich? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, benötigen wir einen kleinen Auszug aus wertvoller Fachliteratur, die in jeder guten Unibibliothek NICHT ausgeliehen werden darf, da es sich um ein SCHROTTIGES PRÄSENZEXEMPLAR handelt.




Na KLAR, schließlich ist es immer ratsam, seine Tätigkeit als komplizierter darzustellen, als sie tatsächlich ist. Sonst könnten die unmündigen Gammelbürger ja irgendwann herausfinden, dass man Tag für Tag nichts anderes tut, als IHNEN AN DIE KARRE ZU PISSEN. So lange sie DAS aber NICHT wissen, ist alles in Butter. Apropos Butter. Herr Abgeordneter, ich habe 40 Millionen Milchkühe in der Arktis verschwinden lassen, um den Milchpreis zu erhöhen und

!!! TAUBENKOT !!! (Wenn man ihn färbt, fällt der Unterschied im Kaffee kaum auf)

[FERNSEHFILME] DU bist GEZeichnet!

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Die Debatte um die Rundfunkgebühren und allen Zirkusattraktionen, die damit verbunden sind, spalten den fernsehkonsumierenden Steuerzahler eigentlich nur dann, wenn er dem QUALITÄTSDRECK direkt und hilflos ausgeliefert ist. Manchmal kann man sich das aber nicht aussuchen. Denn auch in Ermittlungsbehörden hat sich der durchschnittliche Fernsehfilm der öffentlich-rechtlichen Sender als beliebte Foltermethode erwiesen, die in so gut wie allen Fällen sofort Wirkung zeigt.

Selbst der durchtriebenste Steuerhinterzieher gesteht sogar die Verbrechen von Leuten, die er nicht mal kennt, wenn er ZEHN MINUTEN QUALITÄTSFILM aus dem Wochenendprogramm des ZDF vorgesetzt bekommt. Diese brillieren nicht nur durch ihre unbesiegbaren Titel, sondern auch durch das IMMER GLEICHE Rezept, das wahrscheinlich von Militärwissenschaftlern als Waffe entwickelt, anschließend irgendwo vergraben und schlussendlich von einem sich maßlos selbst überschätzenden Drehbuchautor ausgegraben wurde. WIE GENAU diese Formel funktioniert, wollen wir uns in einem Schnellkurs näher ansehen:


Doch.


VARIABLE A

Irgendeine Tussi zwischen 50 und 60, die eine Scheidung hinter sich hat oder grade dabei ist, diese zu vollziehen. Hat Kinder, mit denen es den einen oder anderen Konflikt gibt.

Beispiel zu VARIABLE A

„Britta ist 52 und hat sich gerade von Rüdiger getrennt, da er mit EINER JÜNGEREN intim verkehrte. Zu allem Überfluss beging ihr Sohn Christopher eine Straftat, da er durch schlechten Umgang zum Diebstahl in einem Kiosk genötigt wurde.“

VARIABLE B

Neben den zwei Problemen, die die Protagonistin durchstehen muss, taucht früher oder später irgendein Kerl auf, zu dem sich eine wechselseitige Hassliebe entwickelt, die schließlich ebenfalls in Intimitäten endet.

Beispiel zu VARIABLE B

„Der Kioskbesitzer Kurt Kleinknecht (55) will Brittas Sohn unbedingt hinter Gittern sehen. Eigentlich ist er aber nur verbittert, da er Frau und Sohn bei einem obligatorischen Verkehrsunfall verloren hat. Als er sich jedoch in- und außerhalb des Gerichtes mit Britta auseinandersetzt, KOMMEN SICH DIE STREITHÄHNE näher.“

VARIABLE C

Die Protagonistin entdeckt ihre Unabhängigkeit und zeigt es ihrem betrügerischen Ex-Mann so richtig, parallel dazu tritt eine überraschende Wendung ein, mit der niemand rechnen konnte.

Beispiel zu VARIABLE C
„Rüdiger staunt ganz schön, als Britta mit Hilfe von Kurt ihr eigenes Café eröffnet. Die Anzeige gegen den kleinen Christopher wird zurückgezogen, als allen auf einmal ein Licht aufgeht: KURT ist BRITTAS Jugendliebe aus Grundschulzeiten.“

VARIABLE D

Während irgendeinem bescheuerten Gartenfest fallen sich alle versöhnend in die Arme und machen dämliche pseudoironische Anspielungen, die die Auflösung noch bekloppter machen als man für möglich gehalten hätte.

Beispiel zu VARIABLE D

„Nach der Eröffnung des bereits jetzt gut besuchten Cafés feiern alle gemeinsam ein tolles Gartenfest, bei dem kein Auge trocken bleibt. Vor allem nach Kurts lustigem Spruch bezüglich dem kleinen Christopher: ABER IN MEINEM KIOSK LASS ICH DICH NICHT ARBEITEN, töhöhöhöhö!“

Hält man den Zuschauer für DERART naiv, dass er das auch noch als „Fernsehfilm“ schluckt? Und WER schreibt diese Drehbücher? Moment. Ich will es überhaupt nicht wissen. Vermutlich werden die direkt aus dem letzten Kreis der Hölle importiert. Kein Autor, der es mit der Menschheit gut meint, würde SOWAS erzeugen.


Wie könnte ich IHNEN je widersprechen? Damit ist eigentlich alles gesagt. Allerdings dürfte mich dann ja ABSOLUT NICHTS davon abhalten, SELBST so einen Film zu schreiben, oder?
„Bernhard die Taube führt ein unstetes Leben zwischen Scheidung, Tochter und Agentur. Die Welt des ruppigen Werbefachmannes wird aber plötzlich auf den Kopf gestellt, als die nichtssagende Nadine in sein Leben tritt. Blablabla Dramatik, blablabla retardierendes Moment. Als Nadine aber eine kleine Truhe findet, mit Dingen aus Bernhards Vergangenheit, wird ihr schlagartig klar, dass er eine Taube sein muss! Denn in der blöden Schachten befindet sich

!!! TAUBENKOT !!! (Am Ende finden sie aber doch zueinander. Was sonst.)