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[DER ANSCHLAG] Die Antirevolution – Terror gegen das eigene Spiegelbild

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Wer genau hier Charlie ist oder wer nicht, wer genau Gutmensch, Nazi, Pegidabefürworter oder Pegidahasser ist, das weiß bestimmt nur Gott allein. Aber Vorsicht, wir sprechen jetzt wirklich nicht von diesem einen „Gott“, der durch seine superheiligen Vertreter in einer italienischen Festung dem Homo Sapiens diktiert, dass er gefälligst Kondome ignorieren und die Erde füllen soll. Habet Acht, liebe Konsumenten und Lehnsherren – der wahre Gott der Gegenwart ist die allumfassende Schwarmintelligenz, die dem schlimmsten Virus der Welt den Rang abgelaufen hat. Das globale Gesamt-Gehirn, dessen verstörende Gliedmaßen sich durch unheilige Mittel wie INSTAGRAM, FACEBOOK oder YouTube-Stars fortbewegen.


Der wird dir nicht mehr helfen, wen ein japanischer Delfinjäger einen Selfie knipst, auf dem dein stinkender Kadaver zu begutachten ist, mein aalglatter Kollege. Ob das Geschrei nun aus Politik, Religion, Wirtschaft oder gar dem fast schon rituellen Glauben an die Marktwirtschaft entspringt: Im Kanon gesungen wird sich ständig über das gleiche beschwert. Über die apolitische, konsumverseuchte und wertverfallene Generation, die quasi nur noch im Internet zu atmen scheint. Andererseits sind auch die Beschwerden darüber so scheinheilig wie ein Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem das 20. Jahrhundert angegeben ist. Denn alle KRITIKER DES ZEITGEISTES nutzen dieselben Werkzeuge wie diejenigen Herrschaften, über die sie so großspurig erbrechen und nörgeln.

Wenn der knallhart konservative Hirnforscher darüber zetert, dass die CALL OF DUTY-Jugend nichts anderes mehr kennt als FACEBOOK, BLOGS, INSTAGRAM und blödsinnige hashtags wie „#deinereudigemutteristmitsicherheitdietochtereinesskorpionsdurarschloch“, dann verwenden sie welche Werkzeuge, um diese Botschaft zu übermitteln? GENAU! FACEBOOK, BLOGS, INSTAGRAM und blödsinnige hashtags. #mitverblödunggegenverblödung. 


Brauchen wir auch nicht, denn die ist TOTER ALS DER MARS. Das Leben Derjenigen, die sich im Moment als große Fahnenschwenker der Toleranz profilieren, kennt im Prinzip nur noch hashtags. Wenn die Alt-68er-Eltern eines strohdämlichen Philosophiestudenten fragen, warum ihr eigen Fleisch und Blut einen „#nopegida“-Button auf dem Fair-Trade-Markenpullover trägt, kriegen sie meist genau die Antwort, die sie verdient haben: „Ach, zu eurer Zeit gab es ja keine richtige Revolution.“ JJJJAPPP. Sagt der Hipster, dessen feuchtester Traum darin besteht, in BERLIN ein „ONE-WORLD-HOME“ aufzubauen, das total multikulturell, total tolerant und total weltoffen ist. Außer natürlich gegenüber „Kartoffeln“, „Scheißdeutschen“, „Sachsen“, „Christen“ und vielen weiteren Gruppen, die keine Toleranz verdient haben, weil … äh … naja. Weil … WEIL DAS HALT SO IST, und jetzt geh mir nicht auf die Nerven, du Nazi!

Der gleiche Typ Mensch wie der eben beschriebene säuft Kaffee aus umweltvernichtenden Maschinen-Döschen, kauft Kleidung aus Folterfabriken, frisst Qualfleisch und masturbiert zumeist zu seinem eigenen Spiegelbild. Denn dort ist ja schließlich ein Mensch zu erkennen, der nicht nur PURE GÜTE ausstrahlt, sondern auch SO RICHTIG WIRBEL macht, um die Welt zu verbessern. Wir fassen zusammen: „Menschen, Tiere und Umwelt sind mir eigentlich total scheissegal, ich gehöre aber trotzdem zu den Guten, da ich meine Apple-Produkte stets mit Möbelpolitur in Schuss halte und den islamophoben Brandstiftern im Internet zeige, wo der Hammer hängt.“

Den einfacheren Gemütern vor Augen zu führen, dass nicht jeder Muslim Interesse daran hat, irgendetwas in die Luft zu jagen, klingt zunächst löblich. Noch löblicher wäre es aber, wenn die jeweilige Person SELBST DARAUF GEKOMMEN WÄRE, statt die straff durchorganisierte Agitation diverser Gruppierungen zu schlucken, die sie auf den „gelikten“ Seiten jederzeit wie einen fettigen Milchshake aufsaugen kann. Nur leider sind die Alternativen nicht mehr hip. Selbstständig nachdenken, kritisches Hinterfragen, Zusammenhänge herleiten? ACH QUATSCH. Schnee von gestern. Heute beweist man seine Toleranz und seine Menschlichkeit durch die drittklassige Imitation eines weichgespülten Vollpfostens, der beim „Parteitag“ der Grünen einen Deutschrap über „Toleranz“ zum Besten gibt. Den Islam zu kritisieren ist nichts Besonderes. Ebenso wenig wie das Kritisieren des Christentums oder des Judentums. ALLE monotheistischen Religionen sollten kritisiert werden, da sie sich eine unumstößliche Wahrheit brüderlich teilen: Sie sind nicht ganz koscher. Blindes Liebhaben ist nicht minder bekloppt wie blindes Verurteilen. Terrorismus macht den Islam, die Christen und die Juden weder besser noch schlechter. Ein Mensch, der die Vernunft schätzt, verallgemeinert ÜBERHAUPT NICHTS. Er gibt aber auch keine spontanen Solidaritätsbekundungen von sich, die er die restlichen 364 Tage des Jahres AUCH nicht von sich geben würde, wenn es kein mediales Großereignis gibt, das ALLE GRUPPEN (ohne Ausnahme) für sich selbst ausschlachten und instrumentalisieren. Der Gipfel der Albernheit ist es schließlich, sich das Ausschlachten auch noch gegenseitig vorzuwerfen. Die sogenannten „Islamisierung“ ist nicht der Untergang des „Abendlandes“. Die minderbemittelte Schwarmintelligenz des Internets hingegen ist der Untergang der GANZEN VERDAMMTEN WELT.

Wer nicht begreifen kann, dass das unentwegte Zuweisen von Schuld und die ewige Reiberei im Netz der QUELL aller Intoleranz ist, der wird den Absprung in die Welt auch nicht schaffen können, in der reale Menschen sich reale Hände reichen, weil sie realen Frieden wollen. Reale Brüderlichkeit gegen Hass, Dummheit und globalen Finanzterror. Sie wählen lieber elektronische Solidarität und berauben sich durch ihre Anonymität dem einzigen Mittel, das in einer so unübersichtlichen Welt überhaupt etwas zählen kann: Einem eigenen Ich, das mit einem Gesicht, einem Namen und vielleicht sogar mit einer kleinen MEINUNG dafür sorgen will, dass kein Mist mehr auf der Welt verbrochen wird.


Aber was ist schon zu erwarten von Torfköpfen, die einerseits laut nach vermeintlicher TOLERANZ brüllen, während sie in ihren 500-Gramm-Angus-Burger beißen und behaupten, dass „alle Vegetarier eigentlich total irre sind“? Genau! ÜBERHAUPT NICHTS.

Aus diesem Grund kann der wohlwollende Geist sich für das 21.Jahrhundert nur eine Sache wirklich wünschen: Lasst euer Smartphone zu Hause, reicht euch Hände aus Fleisch statt Daumen aus Pixeln und beendet den globalen Irrsinn des Argwohns und der Niedertracht. Kämpft mit realen Menschen, mit realen Werten und mit echter Ethik gegen den schlimmsten Feind, gegen den wir uns jemals zur Wehr setzen mussten:

Denn sonst setzt sie ihren Siegeszug fort. Und wir werden uns eher früher als später von dieser Welt verabschieden. Wenn dann in vielen tausend Jahren ein außerirdischer Archäologe einen Facebook-Daumen findet, wird er sich fragen, was es damit auf sich hat. Und weiterhin kommt es darauf an, wie herum er ihn hält. NOCH ist das nur eine groteske Zukunftsvision. Sie muss aber nicht Wirklichkeit werden. Wir können das gemeinsam verhindern. Wir müssen nur wissen, wie es geht.
Nicht mit digitalen, blauen Daumen. Mit Händen. Mit echten Händen. Und selbst dann, wenn diese Hände bis zu den Ellenbogen in

!!! TAUBENKOT !!! stecken,

es bleiben eure Hände. Benutzt sie mit Würde. Gurr, gurr.


[FRAUENQUOTE] Eule (weiblich), per Einschreiben nach Athen

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Der uralte, strategische Trick, den FEIND mit irgendeinem Blödsinn abzulenken, kam nie wirklich aus der Mode. Ob es sich dabei um ein hölzernes Pferd, Silvesterkracher im Vorgarten oder um einen zünftigen Flankenangriff zur Kaiserzeit handelt: Geschickte Ablenkungsmanöver sind HIP WIE DIE SAU. Für die deutschen Mitbürgerinnen, die ja bekanntermaßen GEFÄLLIGST am Herd stehen und Erstgeborene gebären sollen, ist das keine Neuigkeit. Man lässt sie einige Zeit nörgeln, dann reicht man ihnen einen relativ kleinen Lolly, dann geben sie vermutlich wieder eine Zeit lang Ruhe. Aber BLOSS NICHT ZU VIEL ZUGESTEHEN, Frauen sind ja schließlich nur Frauen.

Freundchen, dass ich dir sowas IMMER und IMMER WIEDER erklären muss: Das interessiert doch keine Sau, weil das Patriarchat so bequem ist. Der durchschnittliche Landpöbel würde auch DANN noch sagen, dass „Frauen doch nichts von Autos“ verstehen, wenn er wüsste, dass eine FRAU die Autoheizung erfunden hat. Gleichermaßen schwer fällt es den STARKEN HERREN der Erde aber auch, Frauen als gleichwertige Schweinehunde zu akzeptieren. Das „zarte Geschlecht“ fand sich auch in den Reihen der SS wieder. Das „zarte Geschlecht“ entdeckte die Zusammenhänge der Radioaktivität, damit sich die kräftigen Herren beim Militär eine tolle Waffe ausdenken konnten.


Und da liegt das Hasenfilet in der Pfeffersauce. Das Genörgel um die Frauenquote erscheint mir ähnlich sinnvoll wie das Stapeln von Tennisbällen. Sie ist der weiter oben angesprochenen Lolly, der als Beruhigungsmaßnahme eingesetzt wird, ÄNDERN wird er absolut überhaupt nichts. Abgesehen davon hängt dem Wort „Quote“ immer der fahle Beigeschmack der „Eingeschränktenbevorzugung“ an. Ist „Frau“ also so eine Art Behinderung? Das wusste ich bisher nicht. Würden GRUNDSÄTZLICH die BESTEN Leute den jeweiligen Job bekommen, wäre eine stumpfsinnige Quote auch nicht notwendig. Leider wird die qualitativ minderwertige Auseinandersetzung zu diesem Thema auch mit einer kräftigen Portion Sexismus und Toleranzdebatten angereichert. Ja, man könnte langsam von WAFFENFÄHIGEM PLUTONIUM sprechen.


Man darf nicht vergessen, dass auch eine gehörige Portion MÄNNERHASS in Mode ist. Schließlich ist die Gliederbande ja auch eine lose Konföderation, bestehend aus Vergewaltigern, Mördern und Unholden. ALLE! Macht aber nichts, besonders traurig sind die Herren darüber nicht, da sie für die gleiche Arbeit oftmals weit besser bezahlt werden. DAS ist das PROBLEM, um das man sich mit der Priorität „Horror-Meteor steuert auf die Erde zu“ kümmern sollte.

Kein Schwein braucht irgendwelche Quoten, man braucht gesellschaftlich gefestigte Gleichbehandlung und gleiche Entlohnung für Damen und Herren. Sollten solche Dinge irgendwann in den Köpfen aller Beteiligten ankommen, werden irgendwelche gesetzlichen Kindergeburtstags-Zauber-Gesetze plötzlich so unnötig wie Sonnencreme auf der Venus. ABER, ABER, liebe Kinder, wollen wir doch mal nichts ÜBERSTÜRZEN. Schließlich wäre eine geeinte Welt ohne Vorurteile und gegenseitigen Schuldzuschiebungen doch TOTAL ÖDE und NULL „hip“. Also hassen wir uns lieber weiter untereinander. Patriarchat und Matriarchat gegen Gleichberechtigung! PAUMAGEGLE! (Erste Aufmärsche sind im Sommer geplant. WIR SIND DAS GESCHLECHT!)

Übrigens kenne ich da ein Produkt, das von beiden Geschlechtern mit identischer Qualität hergestellt wird. Wer hätte das gedacht? Es handelt sich dabei natürlich um

!!! TAUBENKOT !!! (zum ersten Mal auch als Bilddokument)


[2014] Die neue Großartigkeit

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Spitzenmäßig! KOWIMABIPO-Bundesliga startet mal wieder so richtig durch! Ausgeschrieben bedeutet das „Komm, wir machen ein bisschen Politik“. Zu mehr ist der durchschnittliche Hänfling auch nicht mehr in der Lage. Tag für Tag plappert der Idiot der Neuzeit jeden Schwachsinn nach, der ihm von Feuilleton, Fernsehen und diversen Netzquellen vorgeplappert wird. Ganz im Sinne des Volksempfängers brüllt irgendeine Lakai mit gefährlichem Halbwissen seine gequirlte Kloake in die Köpfe seiner Zuhörer, die mittlerweile viel zu bescheuert sind um sich noch wirksam gegen die Gehirnwäsche zur Wehr zu setzen.


Das weiß ich, mein Freund. Das weiß ich. Es ändert aber nicht das Geringste daran, dass es dem Bürger, der die „NEUE GROßARTIGKEIT“ verinnerlicht hat, völlig gleichgültig ist was um ihn herum geschieht. Eventuelle Eskalationen in Konflikten? Geostrategisches Kasperle-Theater mit Barack und Wladimir, IS, Israel, Boko Haram, Wirtschaftskrise, Bienensterben, arktische Katastrophe. Das alles ist weit, weit weniger wichtig als das NEUESTE iPhone. Denn wer es NICHT BESITZT, der ist kein „LEBEMANN“, der es mal so richtig alternativ krachen lässt. Wenn LIFESTYLE in seinem Wertegefüge das gesamte Weltgeschehen in seiner Priorität überrundet, ist der dritte Weltkrieg schon verloren. Ein Krieg bedroht uns, der



Die Abkehr von jeglichem Interesse an allen Dingen, die die Menschen direkt oder indirekt betreffen, frisst langsam und schleichend das eigene Gehirn auf. Menschen, die vorgeblich „den Frieden“ und „die Gerechtigkeit“ für sich als unanfechtbare Wahrheit proklamieren, sprechen von „gut und böse“ sowie glasklaren Verteilungen der Welt in gut und schlecht. Richtig traurig wird es dann, wenn es schlicht Phrasen sind, die dem Pentagon oder dem Weißen Haus entspringen.

Es gibt mittlerweile für so gut wie JEDES Thema einige KEULEN. Selbst das Wort KEULE an sich wird schon per mannigfaltigen Shitstorms niedergedrückt. Sich Motive oder Argumente irgendwelcher Gegenseiten anzuhören ist einfach aus der Mode gekommen. Es gibt „RICHTIG“, und wer GEGEN dieses vorgegebene „RICHTIG“ ist, kann sich eine der nachfolgenden Plaketten anheften:

Das sind natürlich noch lange nicht alle Begriffe, aber die zentrale Aussage kann man damit wohl abdecken. Äußerst man sich ETWAS KOMPLEXER als „ICH LIEBE EUCH ALLE, ALLES WAS IHR MACHT IST RICHTIG!“ gilt man bereits als „Feind der guten Sache“. WAS die Gute Sache eigentlich ist, das kann einem aber leider keine Sau beantworten. Man verstrickt sich in unfassbar albernen Widersprüchen, die miteinander vermengt so wenig Sinn ergeben, dass sie den luxusproblem-orientierten Menschen des „Westens“ prima gerecht werden.

Nein, geschichtliches Grundwissen und internationale Zusammenhänge sind nur etwas für Langweiler. Stattdessen werden explosive Stoffgemische wie „Toleranz“, „Religion“, „Politik“, „Kapital“, „Konsum“ und Selbstgefälligkeit in einem großen Dampfkochtopf zu einer Art Marmelade verödet, deren Klebrigkeit restlos alles lahmlegt, das man sich so vorstellen kann. Wer sich in diesem klebrigen Geflecht verfängt, kann eigentlich nur noch in den LIFESTYLE ausbrechen und hoffen, dort nicht mit der Scheiße des Alltages behelligt zu werden. Das Rezept ist denkbar einfach: Jedes Mal, wenn man nach seinen Einstellungen befragt wird, egal zu welchem Thema, gibt man nur die drei Standardphrasen zum Besten, die einem ganz schnell den Rückzug ermöglichen:


In Verbindung damit supportet man möglichst auch noch mit überwältigender Heuchelei genau die Dinge, die man als „Ritter des Guten“ und als Lifestyler so gerne an den Pranger stellt:

Pelz ist böse, außer der an meiner Markenjacke

In Afrika tut man verhungern, ganz doll schlimm. Ich werfe trotzdem Lebensmittel weg

Alle Deutschen sind Nazis, außer MEINER WENIGKEIT. Ich bin bei den Guten.

Und wenn wir schon beim Thema sind: Was haben wir als kleine Kinder gelernt? GENAU! Dass allumfassende Verurteilung einer einzelnen Gruppierung und verallgemeinernde Angriffe FALSCH und UNDEMOKRATISCH sind. Außer natürlich bei PEGIDA, denn das sind ausnahmslos rechtsradikale Hassmenschen, die nachts kleine Kinder verspeisen und ununterbrochen botanische Gärten anzünden. „Deutsche – kauft nichts in Dresdner Kiosken!“. Verdammte Axt, warum kommt mir das nur so verdammt bekannt vor? Andererseits „demonstrieren“ in Sachsen einige Tausend besorgte Bürger gegen fiese Salafisten, die eine wirklich kolossale Bedrohung darstellen. Wieviel gibt es eigentlich davon? Ganze 6000? WOW. Da ist ja jedes verfluchte Bundesligaspiel gefährlicher. Zusammengefasst kann man über Demonstranten und Gegendemonstranten sagen, dass der Deutsche einfach viel zu viel Freizeit hat. Die wahrlich „Andersdenkenden“, die nach wie vor von jedem mündigen Menschen verlangen, dass er ALLE Facetten reflektiert, wird zum Zyniker vom rechten oder linken Rand degradiert. Nett. Verfehlte Rumnörgelei ist ANGESAGT, konstruktive Kritik ist von gestern.

Genau diese Langeweile im Endstadium könnte man durch sinnvollere Beschäftigungen einwandfrei beseitigen. Das scheitert aber daran, dass die latente Faulheit der Europäer sie einfach davon abhält, etwas anderes zu tun außer zu shoppen. Würde jeder Deutsche ab morgen ein Ehrenamt übernehmen, wären wir in weniger als fünf Jahren dermaßen reich, dass es für Renten, Grundeinkommen, Umweltschutz und Nachhaltigkeit reichen würde. Aber das GEHT NICHT. Dann kann man ja nicht mehr drei Mal im Jahr nach Malle fliegen. Und SORRY, aber das ist ja wohl ein MENSCHENRECHT.

Genau. Außerdem: Was kann man noch von einer Generation erwarten, die sich ohne App nicht einmal mehr die Schuhe binden kann? Aber das war jetzt wirklich eine Menge Text, das kann man keinem zeitgenössischen Abiturienten mehr zumuten. Gibt’s denn keine APP für lange Texte, die das wichtige herausfiltert? Ich muss nach meinem Slackline-Kurs noch zum Hipsterfriseur und Club Mate trinken, um mich damit gegen das „Establishment“ aufzulehnen. Daher kürzen wir das alles ab, und stellen einfach eine kleine Übersicht zur Verfügung, was man über GUT und BÖSE im Jahr 2014 so wissen sollte:


Es braucht allerdings keinen Nostradamus, um festzustellen, was sich auch 2015 nicht ändern wird. Nämlich

!!! TAUBENKOT !!! (Einen fröhlichen Stuhl ins neue Jahr wünschen der Hustler und der Ghostwriter)

[Universum] Schönes, neues Sternenrecht

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TJA. Wem gehört er denn nun? Da es sich nicht um Staatsterritorium einer mir bekannten Nation handelt, kann er höchstens noch kommunistischer Gemeinschaftsbestand der „Weltgemeinschaft“ sein. Nur, wer vertritt die? Ein MAKLER? Und DARF der Mensch etwas sein „Eigentum“ nennen, dass er nicht durch eigenständige Schwimmbewegungen erreichen kann? So ganz ohne Kombi oder Schienenfahrzeug?


WENN DAS DER RUSSE GEAHNT HÄTTE. Gut, die Geschichte lehrt uns ja, dass quasi ALLES außerhalb der Atmosphäre den Amerikanern gehört. Bleibt nur noch die Frage offen, ob man mit einem US-Pass einfach auf dem Mars einreisen darf. Und außerdem – dürfen denn SALAFISTEN auf den Mars? Obwohl nein, ein grotesker Gedanke. Aber tun wir einfach mal so, als hätte sich die Technik etwas schneller entwickelt. Wäre bemannte Raumfahrt mit hoher Reichweite bereits Mitte des 20. Jahrhunderts möglich gewesen, hätte vermutlich irgendeine Supermacht den rostigen Haufen im All für sich beansprucht. Darunter könnte ich mir folgende Modelle vorstellen:

Wem das jetzt ein WENIG eigenartig vorkommt, kann dadurch erstklassige Rückschlüsse darauf ziehen, wie geistig umnachtet der durchaus irdische Begriff „Eigentum“ angewandt wird. Dass eine Nation, eine Kommune oder eine Einzelperson ein paar Hektar Land „besitzen“ oder ihr „Eigentum“ nennen dürfen, ist genauso albern wie Grundstücke auf dem Mars zu verkaufen. Nur, weil wir vor einigen Jahren aus einer dickflüssigen und schweren Ursuppe auferstanden sind bedeutet das noch lange nicht, dass wir plötzlich unser geostrategisches Kaufladenspiel für voll nehmen dürfen. Uns gehört REIN GAR NICHTS.


Überhaupt nicht. Genau genommen darf Ihnen die Politesse nicht verbieten, zu parken, wo Sie wollen. Das liegt daran, dass die Gesamtfläche der BRD ja „Eigentum“ des deutschen Staates ist. Und wer ist „der Staat“? ACH du SCHRECK, das sind wir ja ALLE! Also können wir uns auch selbst erlauben, zu parken, wo wir wollen. Ist ja alles unser Eigentum. Etwa in der gleichen Manier, mit der sich ein volljähriger Schüler eigene Entschuldigungen schreibt. Ergibt Sinn, oder etwa nicht?

Da man aber ganz offensichtlich NICHT parken kann, wo man möchte, muss es ja einen TATSÄCHLICHEN Eigentümer geben, der Ihnen sehr wohl verbieten kann, zu parken, wo es Ihnen beliebt. Da mir der gesamte Rechenweg jetzt zu dumm ist, kürzen wir diesen einfach ab und legen die Karten auf den Tisch, wie sie sind:

Die törichte Gegenfrage, wem dann die BANKEN gehören, ist so sinnlos wie die Frage nach Henne und Ei. Banken gehören den Banken. Das ist ein in sich geschlossener Kreis, der keinen Ausgang hat. Nur einen EINGANG. Für Banknoten. Man könnte es als eine Art schwarzes Loch des Kapitals betrachten: KEINER weiß, was innerhalb des Lochs mit dem eigenen Geld passiert. Man kann aber auch nicht hineinblicken, da „die Bank“ das nicht wünscht.

Achtung, wir packen noch einen drauf. Banken setzen Überwachungsgremien ein, die Banken überwachen sollen. Und BEZAHLEN diese auch aus eigener Tasche. Sogar der Staat hat Schulden bei der Bank. Wie das möglich ist? KEINE AHNUNG, MANN. Bin ich ein verdammter Schwarze-Löcher-Wissenschaftler?

Glücklicherweise beantwortet uns das aber die sehnsüchtig theistische Frage danach, wer für die Schöpfung verantwortlich ist. Gott? Nah, der ist ein PR-Gag einer antikeren Bank. Die BANKEN waren es. Sie HABEN schon immer existiert und werden das auch für immer tun. Wenn der Mensch bereits lange ausgestorben ist, wird es immer noch „die Banken“ geben. Aber Sekunde, wenn alle Menschen durch das Kapital ausgerottet wurden, wer RETTEN DENN DANN DIE BANKEN?! Ach, verdammter

!!! TAUBENKOT !!! (Gehört er der Taube oder der Bank?)